Die Doppelmoral der Goldman Morgenstern & Partners LLC

Die Firma Goldman Morgenstern & Partners Llc, bekannt als Finanznachrichtendienst GoMoPa, ermittelt einerseits im Bereich des grauen Kapitalmarkts, diffamiert aber andererseits auch für ihre Auftraggeber unliebsame Firmen und spricht Warnungen aus. (Vergl. LG Berlin vom 31.08.2010, Az. 27 O 658/10.) Ein Erfahrungsbericht.

Ende Januar 2015 meldete sich bei mir ein Herr Sebastian Sanders mit einer Telefonnummer aus den USA und redete etwas von einem Internetartikel. Ich bat ihn, mir sein Anliegen doch bitte per Mail mitzuteilen. Seine Telefonnummern, mit denen er anrief waren 001–3156364583 und 001–5306366695, seine E-Mail-Adresse redaktion@gomopa.net.

Während ich ihn am Telefon inhaltlich kaum verstand, war nach seiner E-Mail klar: Er wollte erwirken, dass ich einen Internetartikel entferne, den ich gar nicht geschrieben und nicht veröffentlicht hatte. Wie ist das machbar? In dem beanstandeten Artikel, den ich entfernen soll, wird das Geschäftsmodell der Firma Operational Dynamics mit dem Inhaber David Gernert (auch CEO der Firma CNCN — Contract Consulting) kritisiert. Damit ich mich hier nicht an irgendetwas schuldig mache, verlinke ich den Artikel nicht. Trotzdem wurde ich von Operational Dynamics aufgefordert, den Blog mit diesem Artikel zu entfernen, obwohl dieser gar nicht von mir stammt.

In einer E-Mail schrieb David Gernert am 19.02.2015 an mich, es würden alle „Warnungen“ über mich gelöscht, wenn ich den genannten Blog löschen würde. Ich hätte ihm dann ja nichts mehr getan.

Ich habe jedoch natürlich keine Einflussmöglichkeit auf irgendwelche Webblogs, außer meinem eigenen. Die Forderung von GoMoPa war also nicht erfüllbar. Dies machte ich ihm telefonisch und per Mail deutlich; und er mir widerum, dass er etwas anderes glaube. Sein Recht auf freien Glauben wollte ich ihm dann aber lassen; Glaubensfreiheit gilt in den USA genauso wie in Deutschland.

Ein paar Wochen später meldete sich GoMoPa auch noch bei meinen Bekannten telefonisch, um mitzuteilen, dass die GoMoPa-Redaktion einen hässlichen Artikel über mich geschrieben hätte. Davon sind zwar nur die ersten Sätze lesbar — will man den Rest lesen, muss man sich für ein Forum registrieren — trozdem ist schon aus dem Anfang zu erkennen, dass GoMoPa einen frei erfundenen Erfahrungsbericht über meine Dienstleistungen geschrieben hatte. Tatsächlich habe ich weder für GoMoPa noch für CNCN oder einen ihrer Geschäftsführer oder Mitarbeiter gearbeitet, und umgekehrt ebenso wenig.

Ich finde es ein bisschen zum Schmunzeln, wie man ein [damals] rein lokal arbeitendes ITK-Service Unternehmen zu diffamieren versucht. Mit welchem Ziel? Was hat man dort davon? Ist man sich nicht darüber im Klaren, dass solche Schüsse auch nach hinten losgehen können?

GoMoPa — Goldman, Morgenstern & Partners

Gründer und Geschäftsführer Klaus Maurischat ist ebenso wie Mitgründer Mark Vornkahl bereits wegen Betrugs verurteilt. Der 2006 rechtskräftig verurteilte Maurischat gab gegenüber dem Handelsblatt weitere Verurteilungen zu (Handelsblatt vom 07.04.2010). Die Firma Goldmann Morgenstern & Partners Consulting LLC gibt ihren Firmensitz zwar in New York an; die GoMoPa GmbH arbeitet aber von Berlin aus. Die Telefonnummern mit 001 beginnend täuschen also.

Laut ZEIT Artikel arbeitet die GoMoPa auch im Bereich der gewerblichen Erpressung. Ein ehemaliger Mitarbeiter von GoMoPa beschreibt in dem Artikel das Treiben seines früheren Arbeitgebers als…

„[…] ausgeklügeltes Schutzgeld-Geschäftsmodell. […] Entweder die betroffenen Unternehmen zahlen, oder Gomopa zerstört ihren Ruf so gründlich, dass sie keine Geschäfte mehr machen können.“ (Quelle: ZEIT Online, PDF)

ZEIT Online vom 07.03.2013

In einem anderen Artikel bei regensburg digital heißt es:

Unserer Redaktion liegen Aussagen und Unterlagen mehrerer Unternehmen aus dem grauen Kapitalmarkt vor, die zumindest den Verdacht nahelegen, dass es GoMoPa weniger um das Geld der Anleger, denn um das eigene Bankkonto geht. (Quelle: regensburg-digital)

regensburg-digital vom 08.03.2013

Update vom 06.03.2015

Der betreffende Blog-Artikel scheint verschwunden zu sein und die zahlreichen Verleumndungen, Diffamierungen und Rufschädigungen gegen mich, jeweils völlig ohne Wahrheitsgehalt, ebenfalls. Doch das sollte offenbar nicht alles sein: Herr Sanders meldete sich heute erneut und fordert nun die Löschung dieses Artikels. Angeblich hätte er schon mehrfach dazu aufgefordert und meine Zusage erhalten. Beides ist bisher nicht der Fall gewesen; weder hatte er mich zuvor aufgefordert, noch habe ich dazu eine Zustimmung gegeben. Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht, der die tatsächlichen Geschehnisse widergibt. Warum sollte ich ihn wieder löschen?

Generell kann man nur jedem, über den Unwahrheiten ohne Wahrheitsgehalt verbreitet werden, dazu raten, dies abzumahnen und/oder Strafanzeige zu stellen.

Update vom 13.03.2015

Der „Informationsdienst“ GoMoPa soll am 16.08.2010 in einer sogenannten Pressemitteilung suggeriert haben, dass ein Vorstandsmitglied der IMMOVATION AG für den Sturz und das Karriereende des früheren brandenburgischen Ministers Professor Dr. Kurt Schelter durch Immobiliengeschäfte verantwortlich sei. Die Kasseler IMMOVATION Immobilien Handels AG sei lange Zeit einer anhaltenden Schmutzkampagne seitens GoMoPa ausgesetzt gewesen. Zum einen hätte Professor Dr. Schelter bestätigt, dass es eine Verbindung zwischen ihm und der Immovation nicht gebe; zum anderen hätte GoMoPa diesen fälschlicherweise als Finanzminister bezeichnet. Tatsächlich sei er jedoch Justizminister gewesen. Die am 24.08.2010 beim Landgericht Berlin beantragte einstweilige Verfügung gegen Goldmann Morgenstern & Partners Consulting LLC (New York) und die GoMoPa GmbH (Berlin) hatte Erfolg. Am 31.08.2010 wurde die einsweilige Verfügung erwirkt (Az.: 27 O 658/10). Die Gomopa GmbH hatte sich verpflichtet, eine Vielzahl von schmähenden und grob falschen Informationen nicht mehr zu verbreiten. (Quellen: Eigene Recherchen und wallstreet online, Links auf Nachfrage entfernt)

E-Mail vom 19.09.2015 14:42 an support-de@google.com

Google Inc.
Mr. Larry Page
1600 Amphitheatre Parkway
Mountain View, CA 94043
USA

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Februar und März 2015 veröffentlichte die Firma „Goldman Morgenstern & Partners LLC“ Behauptungen über mich im Internet, bei denen es sich um vorsätzliche Lügen wider besseren Wissens, Verleumndungen, Beleidigungen und in der Folge um Rufschädigung und Geschäftsschädigung handelte. Ich rede also nicht von Missverständnissen, sondern von den eben genannten, strafbaren Handlungen, die als einziges Ziel hatten, mich beruflich zu schädigen. Es handelte sich auch nicht um Erfahrungsberichte, sondern um freie Erfindungen bzw. Märchen. Somit kann KEIN öffentliches Interesse an den erfundenen Berichten bestehen. [Nachtrag: Außer diese wären auf einer Webseite für schlechte Märchen veröffentlicht.]

Eine Strafverfolgung ist aber aussichtslos, da diese Firma ihren wahren Firmensitz verheimlicht oder verschleiert. Die auf gomopa.net genannte Anschrift ist nicht zustellfähig, ebenso die durch die Presse bekannten Anschriften in Deutschland (Berlin).

Die Veröffentlichungen wanderten dann auf der Webseite von GoMoPa in ein geschlossenes Forum, so dass man nicht mehr unbedingt von Ver-öffentlich-ungen sprechen konnte. Durch die Google Webmaster Tools erreichte ich die teilweise Löschung aus dem Google Cache und dem Google Suchindex.

Heute suchte ich jedoch über einen amerikanischen Proxy mit Google nach „Wallis Gomopa“ und fand dieselben Lügen erneut. Diese befinden sich teilweise noch öffentlich auf der GoMoPa-Webseite, teilweise aber auch noch im Google Cache.

Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass Google als Suchmaschinenanbieter, Datenspeicher und Datenverarbeiter und die Google vertretende, natürliche Person, der Vorstandsvorsitzende Larry Page, zurzeit Mittäter einer Straftat sind und fordere Sie deshalb auf, bis spätestens 30.09.2015, 19:00 MESZ (GMT + 2:00), die Einträge restlos zu entfernen. Bei fruchtlosem Versteichen dieser Frist behalte ich mir vor, sämtliche Ihrer Rechenzentren (weltweit) legitimerweise zu zerstören und außergerichtlich einen Betrag von 50.000 EUR zu berechnen. Hiervon werde ich jeweils die Hälfte einer Organisation, Verein oder einem Projekt meiner Wahl spenden.

Davon unabhängig weise ich darauf hin, dass ich Ihrer Firma noch nie das Recht gegeben habe, Dinge über mich zugänglich zu machen, die ich nicht selbst im Internet veröffentlicht habe. Bei jedem weiteren Verstoß hiergegen behalte ich mir vor, sämtliche Ihrer Rechenzentren (weltweit) legitimerweise zu zerstören und außergerichtlich einen Betrag von 50.000 EUR pro Fall zu berechnen. Hiervon werde ich jeweils die Hälfte einer Organisation, Verein oder einem Projekt meiner Wahl spenden.

Ich erwarte die unverzügliche Beseitigung der oben angesprochenen Lügen und Märchen.

Automatische Antworten auf diese E-Mail werde ich unbeachtet lassen, da ich nicht mit Maschinen kommuniziere. Die Relevanz dieser E-Mail wird nicht herabgesetzt, indem darauf mit Maschinen bzw. Robotern geantwortet wird. Es gelten die o. g. Fristen.

Mit freundlichem Gruß,

Robert Wallis

E-Mail vom 19.09.2015 14:42 an support-de@google.com

Selbstverständlich blieb diese Mail ohne jede Antwort.

Update vom 10.12.2018

Die Plattform Medium.com, bei der dieser Artikel ebenfalls erschien und lange online war, löschte den Artikel und schob dafür allgemeine Begründungen vor. Auch auf Nachfrage, gegen welche Grundsätze der Artikel verstieße, erhielt ich von Agatha und Barbara nie eine Antwort. Daher habe ich den Artikel am 28.02.2019 hier bei steemit zur Verfügung gestellt.

Update vom 12.08.2019

Dieser Artikel erschien erstmalig im Januar 2015 auf meiner eigenen Webseite, um den dubiosen Machenschaften der GoMoPa leichten Gegenwind einzuhauchen. Da die Anwälte von GoMoPa meinen damaligen Webhosting-Anbieter domainfactory (heute auch aus anderen Gründen nicht mehr zu empfehlen) anschrieben und dieser unter Umgehung deutscher Gerichtsbarkeit und ohne Angabe von sachlichen Gründen meine Webseite abschalten wollten, sollte ich den Artikel nicht entfernen, zog ich den Artikel zu Medium.com um und wechselte den Webhosting-Anbieter. Inzwischen betrachtet Medium.com den Artikel als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen. Auf Rückfragen, wogegen ich genau verstoßen würde, und dass es sich nur um einen Tatsachenbericht handele, gab es nie eine Antwort. Somit habe ich den Artikel heute wieder zurück auf meine eigene Webseite übertragen und bin gespannt, was noch passiert. Selbstverständlich bin ich auf weitere Einschüchterungen seitens GoMoPa vorbereitet.

Weitere Artikel zum Thema

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.